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Dreimonatsspritze: Wirkung, mögliche Nebenwirkungen und Beratung

Die Dreimonatsspritze setzt über längere Zeit ein Gestagen frei und verhindert vor allem den Eisprung. Du musst nicht täglich an Verhütung denken, brauchst aber rechtzeitig die nächste Injektion. Der wichtigste Unterschied zu einer Pille: Eine bereits gegebene Spritze lässt sich bei Nebenwirkungen nicht wieder absetzen.

Wie die Anwendung funktioniert

Je nach Präparat wird das Mittel in einen Muskel oder unter die Haut gespritzt. Das Hormon wird nach und nach abgegeben und verändert außerdem den Schleim am Gebärmutterhals. Der genaue Abstand zwischen den Injektionen richtet sich nach dem Präparat.

Lass dir den nächsten Termin schriftlich geben und speichere eine Erinnerung. Wenn der Termin verpasst wurde oder unklar ist, wann die letzte Spritze gesetzt wurde, kläre das zeitnah mit der Praxis. Bis der Schutz bestätigt ist, verwende Kondome oder verzichte auf vaginalen Sex. Erwähne ungeschützten Sex, damit auch eine mögliche Notfallverhütung besprochen werden kann.

Welche Veränderungen sind möglich?

Die Blutung kann unregelmäßig werden, länger dauern oder später ganz ausbleiben. Gewichtszunahme ist ebenfalls möglich. Manche berichten über Kopfschmerzen, Akne oder Stimmungsveränderungen. Wenn dich Beschwerden belasten, besprich sie, statt einfach bis zum nächsten Routinetermin durchzuhalten.

Bei längerer Anwendung kann die Knochendichte sinken. Deine persönliche Knochengesundheit, Vorerkrankungen und andere Medikamente gehören deshalb in die Abwägung. Die Methode sollte regelmäßig ärztlich überprüft werden, besonders wenn du sie über längere Zeit nutzen möchtest.

Ein wichtiger Hinweis zum Wirkstoff

Für Verhütungsspritzen mit Medroxyprogesteronacetat ist ein erhöhtes Risiko für Meningeome bekannt, vor allem nach mehrjähriger Anwendung. Das sind meist gutartige Tumoren der Hirnhäute; das absolute Risiko ist gering. Bei einem bestehenden oder früheren Meningeom darf dieser Wirkstoff nicht zur Empfängnisverhütung eingesetzt werden. Teile eine solche Vorgeschichte vor der Verordnung unbedingt mit.

Das ist ein Punkt für die individuelle Nutzen und Risikoabwägung, keine Aufforderung, deine Verhütung ohne Anschlusslösung aufzugeben. Bei neu auftretenden oder zunehmenden Beschwerden wende dich an die behandelnde Praxis.

Was passiert bei späterem Kinderwunsch?

Nach der letzten Spritze kann es mehrere Monate dauern, bis der Zyklus und die Fruchtbarkeit wieder zurückkehren, mitunter ein Jahr oder länger. Das bedeutet keine dauerhafte Unfruchtbarkeit, kann aber für deine Planung wichtig sein. Wenn du bald schwanger werden möchtest, sprich vor der nächsten Injektion über Alternativen.

Eine verzögerte Rückkehr ist zugleich keine verlässliche Verlängerung des Verhütungsschutzes. Möchtest du weiterhin nicht schwanger werden, brauchst du beim Wechsel eine passende Anschlussmethode. Vor sexuell übertragbaren Infektionen schützt die Spritze nicht; dafür können zusätzlich Kondome sinnvoll sein.