Perimenopause: Was der Begriff bedeutet
Perimenopause bezeichnet den Übergang rund um die letzte Regelblutung. Er beginnt häufig mit Veränderungen des Zyklus und kann mehrere Jahre dauern. Du kannst in dieser Zeit bereits Wechseljahrsbeschwerden haben, obwohl du noch deine Periode bekommst.
Vier Begriffe, die leicht durcheinandergeraten
| Begriff | Gemeint ist |
|---|---|
| Perimenopause | Die Übergangsphase von ersten Zeichen der Umstellung bis ein Jahr nach der letzten Regelblutung. |
| Menopause | Die letzte natürliche Regelblutung. Dass sie die letzte war, lässt sich erst rückblickend feststellen. |
| Postmenopause | Die Lebensphase nach der Menopause. |
| Wechseljahre | Der geläufige Sammelbegriff für die hormonelle Umstellung rund um die Menopause. |
Zwölf Monate ohne Regelblutung sprechen für die natürliche Menopause, wenn keine andere Ursache oder medizinische Behandlung die Blutungen erklärt. Unter hormoneller Verhütung oder nach bestimmten Operationen lässt sich diese Regel nicht einfach anwenden. Eine fehlende Blutung allein ist dann kein eindeutiger Nachweis.
Was du an Veränderungen bemerken kannst
Die Eierstöcke verändern ihre Hormonproduktion. Der Zyklus kann kürzer, länger oder unregelmäßig werden; auch die Blutungsstärke kann wechseln. Hitzewallungen, nächtliches Schwitzen oder Schlafprobleme sind weitere mögliche Beschwerden. Im Intimbereich kann sich Trockenheit bemerkbar machen.
Der Verlauf ist unterschiedlich. Wenige Beschwerden machen die Lebensphase nicht weniger real; starke Beschwerden musst du nicht als unvermeidlich hinnehmen. Außerdem hat nicht jede neue Veränderung automatisch mit den Wechseljahren zu tun.
Brauche ich einen Hormontest?
Es gibt keinen Routinetest, der bei allen Menschen nötig ist, um die Perimenopause festzustellen. Alter, Blutungsverlauf und Beschwerden helfen bei der ärztlichen Einordnung. Ob zusätzliche Untersuchungen sinnvoll sind, hängt von deiner Situation ab. Besonders frühe Veränderungen oder ungewöhnliche Blutungen gehören ins Gespräch.
Hilfreicher als eine lange Liste vermuteter Symptome sind konkrete Beobachtungen: zum Beispiel, dass du wiederholt nachts schweißgebadet aufwachst oder deine Blutungen deutlich länger dauern als zuvor. So kann die Beratung an der tatsächlichen Belastung ansetzen.
Schwangerschaft und Beschwerden getrennt bedenken
Eine Schwangerschaft ist während der Perimenopause weiterhin möglich. Unregelmäßige Blutungen bedeuten deshalb nicht, dass du keine Verhütung mehr brauchst. Lass dir erklären, welche Methode und welcher Zeitpunkt zum Beenden der Verhütung für dich passen.
Starke oder deutlich veränderte Blutungen, Blutungen zwischen den Perioden und Blutungen nach dem Sex solltest du abklären lassen. Für belastende Wechseljahrsbeschwerden gibt es hormonelle und andere Behandlungsmöglichkeiten. Welche infrage kommen, wird anhand deiner Beschwerden, Vorgeschichte und Wünsche entschieden.