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Makromastie: Bedeutung, mögliche Beschwerden und fachliche Beratung

Makromastie bedeutet, dass die Brust im Verhältnis zum übrigen Körper sehr groß und schwer ist. Die Bezeichnung beschreibt die Ausprägung der Brust, nicht deine Attraktivität. Ob du Beschwerden hast und Unterstützung möchtest, ist eine eigene Frage: Du musst dich weder wegen deiner Brustgröße rechtfertigen noch Belastungen einfach hinnehmen.

Was wird mit Makromastie bezeichnet?

Die Brust besteht unter anderem aus Drüsengewebe und Fettgewebe. Bei einer Makromastie ist das Brustgewebe insgesamt stark ausgeprägt. Auch die Begriffe Mammahypertrophie und Mammahyperplasie werden dafür verwendet.

Eine bestimmte Körbchengröße ist keine allgemeingültige Grenze. Körpergröße, Gewicht und die Proportionen spielen bei der Einordnung eine Rolle. Gigantomastie bezeichnet eine besonders starke Ausprägung; eine überall verbindliche Trennlinie zwischen diesen Begriffen gibt es nicht. Eine Zahl auf dem BH Etikett beantwortet deshalb nicht, wie dein persönlicher Befund einzuordnen ist.

Welche Beschwerden können auftreten?

Eine große, schwere Brust kann mit Nacken, Schulter oder Rückenschmerzen verbunden sein. Auch einschneidende Träger, gereizte Haut unter der Brust und Einschränkungen beim Sport werden beschrieben. Solche Beschwerden müssen nicht gemeinsam auftreten. Ebenso wenig lässt sich jeder Rückenschmerz allein durch die Brustgröße erklären.

Für ein Gespräch ist hilfreich, die Belastung möglichst konkret zu beschreiben. Statt nur „Meine Brust ist zu groß“ könntest du beispielsweise sagen: „Unter der Brust wird die Haut immer wieder wund“ oder „Beim Laufen stört mich das Gewicht so stark, dass ich diese Bewegung vermeide.“ Entscheidend ist, was du tatsächlich beobachtest.

Was möchtest du bei einer Beratung klären?

  • Die Beschwerden: Seit wann bestehen sie, und bei welchen Tätigkeiten fallen sie auf?
  • Die Einordnung: Was hängt möglicherweise mit der Brust zusammen, und welche anderen Ursachen sollten berücksichtigt werden?
  • Dein Ziel: Geht es dir vor allem um weniger Schmerzen, ungestörte Bewegung, Hautprobleme oder dein Körpergefühl?
  • Die Möglichkeiten: Welche Optionen passen zu deinem Befund, und welche Vor und Nachteile haben sie?

Du kannst diese Fragen zunächst in deiner hausärztlichen oder gynäkologischen Praxis ansprechen. Eine Beratung verpflichtet dich zu keinem Eingriff. Sie soll dir helfen, deine Beschwerden und Wünsche einzuordnen und eine Entscheidung zu treffen, die zu dir passt.