Periode verschieben: Möglichkeiten mit und ohne Pille
Eine Periode lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen hormonell verschieben. Welche Möglichkeit passt, hängt vor allem davon ab, ob du bereits hormonell verhütest und welches Präparat du verwendest. Plane frühzeitig: Nicht jede Methode eignet sich, um eine unmittelbar bevorstehende Blutung aufzuhalten.
Wenn du eine kombinierte Pille nimmst
Bei vielen kombinierten Pillen entsteht die Blutung in der Einnahmepause durch den Abfall der zugeführten Hormone. Sie ist eine Entzugsblutung. Eine Einnahme ohne diese Pause kann sie verschieben oder ausbleiben lassen.
Für einen solchen Langzyklus kommen insbesondere Einphasenpräparate infrage, bei denen alle wirkstoffhaltigen Tabletten dieselbe Dosierung haben. Manche Packungen enthalten zusätzlich Tabletten ohne Wirkstoff. Deshalb bedeutet „die nächste Packung nehmen“ nicht bei jedem Produkt dasselbe.
Prüfe mit deiner gynäkologischen Praxis den konkreten Namen und Einnahmeplan. In Deutschland sind nur bestimmte Präparate ausdrücklich für den Langzyklus zugelassen. Übertrage die Anleitung einer Freundin nicht einfach auf deine Pille.
Was gilt für andere Möglichkeiten?
| Ausgangslage | Was du wissen solltest |
|---|---|
| Du nimmst eine Minipille | Sie kann unregelmäßige Blutungen verursachen. Eine gewünschte Blutung lässt sich damit nicht zuverlässig für einen bestimmten Termin ausplanen. |
| Du verhütest nicht hormonell | Ärztlich verordnete Gestagene können infrage kommen. Ob das geeignet ist, muss individuell geprüft werden. |
| Du erwartest eine vollständig blutungsfreie Reise | Auch bei einer passenden hormonellen Methode sind Zwischenblutungen möglich. Eine Garantie gibt es nicht. |
Ein Medikament zur Verschiebung der Blutung ist nicht automatisch ein Verhütungsmittel. Kläre ausdrücklich, wie du währenddessen eine Schwangerschaft verhinderst. Beginne nicht eigenständig mit übrig gebliebenen Hormontabletten.
Was gehört vorab geklärt?
Nimm die Medikamentenpackung oder ein Foto davon mit. Wichtig sind der gewünschte Zeitraum, dein bisheriger Einnahmeplan, andere Medikamente und bekannte Erkrankungen. Frühere Blutgerinnsel, bestimmte Migräneformen oder hoher Blutdruck können die Auswahl beeinflussen.
So lässt sich statt einer allgemeinen Antwort ein Plan für deine Situation besprechen: Welche Tabletten werden wann genommen, was gilt bei einer vergessenen Einnahme und wann ist zusätzliche Verhütung nötig?
Und wenn es vor allem um starke Beschwerden geht?
Auch starke Blutungen oder Beschwerden in der Pillenpause können ein Grund sein, über eine längerfristige Anpassung nachzudenken. Sprich dann nicht nur über den nächsten Urlaub, sondern über das wiederkehrende Problem. Das Ziel sollte eine passende Behandlung sein, nicht jeden Monat kurzfristig improvisieren zu müssen.