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Die erste Periode nach der Geburt: Was du wissen solltest

Die erste Periode nach der Geburt kann bei Frauen, die nicht oder nur teilweise stillen, schon nach etwa fünf bis sechs Wochen beginnen. Wenn du vollständig stillst, auch nachts, kann sie deutlich länger ausbleiben. Ein genauer Termin lässt sich nicht vorhersagen. Die Blutung unmittelbar nach der Geburt ist dagegen Wochenfluss und keine Monatsblutung.

Warum gibt es Wochenfluss?

Nachdem sich die Plazenta gelöst hat, bleibt in der Gebärmutter eine Wundfläche zurück. Während sie heilt, tritt Wochenfluss aus. Anfangs ist er meist deutlich blutig, später wird er schwächer und verändert seine Farbe. Häufig hält er ungefähr sechs Wochen an, bei manchen kürzer oder länger.

Diese Veränderung gehört zur Rückbildung und bedeutet nicht, dass mehrere Perioden kurz nacheinander kommen. Farbe allein reicht aber nicht, um eine neue Blutung sicher als Wochenfluss oder Menstruation einzuordnen. Beschreibe deiner Hebamme den Verlauf, wenn er dich verunsichert.

Welche Rolle spielt Stillen?

Beim Stillen wird Prolaktin ausgeschüttet. Es unterstützt die Milchbildung und kann die Aktivität der Eierstöcke unterdrücken. Sobald sich das Stillmuster verändert, kann auch der Zyklus zurückkehren. Vollständiges Stillen ist deshalb kein persönlicher Kalender, an dem du den ersten Eisprung ablesen kannst.

Eine erneute Schwangerschaft kann schon vor der ersten bemerkten Periode möglich sein. Wenn du sie vermeiden möchtest, warte mit dem Thema Verhütung nicht auf eine Blutung. Die Methode sollte sowohl zu deiner Gesundheit als auch zur Stillzeit passen.

Welche Blutungen gehören abgeklärt?

  • Plötzlich sehr viel Blut oder Kreislaufprobleme: Hol sofort medizinische Hilfe. Eine starke Nachblutung darf nicht als erste Periode abgetan werden.
  • Große Blutklumpen: Informiere deine Hebamme oder ärztliche Betreuung.
  • Unangenehmer Geruch, Fieber oder ein schmerzhafter Bauch: Lass dich zeitnah untersuchen; eine Infektion muss abgeklärt werden.

Notiere, seit wann du blutest, wie häufig du Einlagen wechseln musst und welche Beschwerden dazukommen. Diese Angaben sind hilfreicher als der Versuch, selbst einen Namen für die Blutung zu finden.

Welche Periodenprodukte passen jetzt?

Solange die Wunden nach der Geburt noch heilen, sind Einlagen geeigneter als Tampons oder Menstruationstassen. Produkte in der Vagina können in dieser Phase das Infektionsrisiko erhöhen. Kläre bei der Nachsorge, wann du sie wieder benutzen kannst, und wechsle Einlagen regelmäßig.